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Nachfolgeregelung - Generationskonflikt gefährdet Arbeitsplätze

Viele Geschäftsinhaber bleiben zu lange an ihrer Position oder Unternehmen und suchen zu spät nach einem Nachfolger. Dies hat Konsequenzen auf tausende Firmen und zehntausende von Arbeitsplätzen.

Gemäss Annahmen von Banken, Amtsstellen und Beratenden müssen pro Jahr 10'000 bis 12'000 KMU-Betriebe ihre Nachfolge regeln. Das entspricht etwa 65'000 bis 85'000 Arbeitsplätzen.

Für den angejahrten Eigentümer stehen folgende Fragen an:

- Suche nach einem geeigneten Nachfolger mit genügend finanziellen Mitteln

- Emotionale Bindung an ein Lebenswerk

- Persönlicher Umgang mit dem Wegfall des zentralen Lebensinhalts

"Sorge Dich um die Zukunft". Ein Unternehmen ist sehr schwer aufzubauen und sehr leicht zu zerstören. Daher soll die Begeisterung für die Weiterentwicklung mit optimalen Perspektiven im Vordergrund jedes Verkaufes stehen. Zum Glück zahlen diejenigen Käufer mit den besten Perspektiven meistens auch einen guten Preis.

Arbeitsplätze sichern

Bei 84 % der Unternehmer ist primäres Ziel die Sicherung der Arbeitsplätze. Mit etwas Abstand folgt der Wunsch in den Ruhestand treten zu können. Es sind lediglich 10 Prozent, welche Gewinnmaximierung als Hauptziel der Nachfolge einsetzen.

Emotionen als Blockade

Rund 37 % der Unternehmer sehen sich wegen mangelnder Objektivität in Sache Nachfolge überfordert. Andere tun sich aus emotionalen Gründen schwer. Emotionen, welche zum Aufbau und zur erfolgreichen Führung unabdingbar waren, sind im Ablösungsprozess plötzlich ein Hindernis.

Komplexer Abschied

Ueber 20 % sehen Komplexität des Nachfolgeprozesses als weiterer wichtiger Hinderungsgrund. Es stellen sich finanzielle, rechtliche, steuerliche, strategische, ethische, aber auch persönliche und familienpolitische Fragen.

Hauptsorge Steuern

Ist der Entscheid zur Regelung der Nachfolge einmal gefallen, geht es an die Umsetzung. Dies verläuft meist neben den ordentlichen Tagesgeschäften. Die zentrale Sorge der Unternehmer sind unbestritten die Steuern. Da es meist um sehr hohe Beträge geht, streben Käufer und Verkäufer eine möglichst günstige Transaktion an. Die Bestimmung des Verkaufspreises und die Suche nach einem Käufer werden als weitere grosse Stolpersteine angesehen. Erstens birgt häufig die Gefahr, Wert und Preis eines Unternehmens gedanklich nicht sauber zu trennen. Ein Betrieb kann zwar einen hohen Wert besitzen, auf dem Markt lässt sich aber mangels Nachfrage nur ein viel geringerer Preis lösen. Ziel muss es sein, mittels durchdachter Verkaufsstrategie eine Käuferschaft zu finden, für die das Unternehmen einen möglichst hohen Wert besitzt. Sei dies auf Grund von Synergien, strategischen Absichten oder anderen Gründen.

Externe Unterstützung

Wohl aufgrund der oben beschriebenen Problematiken gaben rund 90 % der Unternehmer an, für die Nachfolgeregelung professionelle Hilfe beizuziehen. Erste Adressen sind dabei Treuhänder, Rechtsanwälte sowie Beratungsunternehmen. Zwei Drittel der Unternehmer streben eine Gesamtlösung aus einer Hand an. Dies bedeutet, dass ein externer Partner gewählt werden sollte, der sowohl betriebswirtschaftliche, steuerliche und rechtliche Fachexperten verfügt. Weitere Gründe sind die stärkere Verhandlungsposition, das grosse Beziehungsnetz, Entlastung des Managements, der Erfahrung und Fachkompetenz, der Effizienz und insbesondere der Objektivität gesehen.

 

 

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